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RATGEBER · STAND JULI 2026

Wie lange dauert eine Odoo-Einführung?

Vom Impromatrix-Beraterteam – Odoo seit 2020, ERP seit 2011

Für ein typisches KMU: 6–16 Wochen vom Kick-off bis zum Go-live. Dienstleister landen am unteren Ende, Fertiger am oberen. Hier die Aufschlüsselung Phase für Phase – und was ein Go-live in einem Monat wirklich voraussetzt.

Phase für Phase (typisches KMU, 10–50 Nutzer)

Phase
Was passiert
Dauer
Scoping & Audit
Prozesse aufgenommen, Modulliste fixiert, Erfolgskriterien und Cutover-Termin vereinbart.
1–2 Wochen
Konfiguration
Standardmodule auf einer Testdatenbank eingerichtet, wöchentlich mit Ihren Key-Usern iteriert.
2–6 Wochen
Datenmigration
Stammdaten bereinigt und importiert; Eröffnungssalden kommen zuletzt.
1–3 Wochen, parallel
Individualentwicklung
Nur was das Scoping als nötig belegt hat – idealerweise sehr wenig.
0–6 Wochen, parallel
Test & Schulung
Key-User spielen reale Szenarien durch; Korrekturen; dann Schulung aller anderen.
2–3 Wochen
Go-live
Cutover am Wochenende; Hypercare, bis sich der Staub legt.
1 Wochenende + 2–4 Wochen

Nach Unternehmensprofil

Profil
Gesamtdauer
Üblicher Engpass
Dienstleister, 5–15 Nutzer
4–8 Wochen
CRM-Gewohnheiten, Zeiterfassungsdisziplin
Großhandel, 10–40 Nutzer
6–12 Wochen
Qualität der Lagerdaten, Barcode-Prozesse
Fertigung, 20–80 Nutzer
10–16+ Wochen
Stücklisten, Arbeitspläne, Kalkulationsmethode

Voraussetzung: ein Entscheider, der binnen eines Tages antwortet, und Key-User mit echten Wochenstunden fürs Projekt. Ohne beides ist Verdoppeln jeder Schätzung kein Pessimismus.

Können wir in einem Monat live gehen?

Ja, unter strengen Bedingungen: Standardprozesse, die Sie unverändert übernehmen, eine Gesellschaft, saubere Daten und ein Entscheider im Projekt. CRM plus Fakturierung in 2–4 Wochen ist Routine; ein komplettes Handels-ERP in 4 Wochen funktioniert nur mit nahezu Vollzeit-Einsatz auf Kundenseite.

Was verzögert Projekte wirklich?

Selten die Technik. Die Klassiker: Key-User ohne eingeplante Zeit, zu spät entdeckte Datenbereinigung, Scope-Erweiterungen mitten im Projekt („wenn wir schon dabei sind…") und ein Buchhaltungs-Cutover über die Geschäftsjahresgrenze. Fixer Scope und ein benannter Entscheider verhindern das meiste.

Big Bang oder stufenweise?

Unter ~50 Nutzern gewinnt meist der Big Bang: ein Cutover, keine Monate Doppelerfassung. Stufenweise pro Modul lohnt sich in der Fertigung (erst Logistik, dann MRP) oder bei mehreren Gesellschaften. Alt- und Neusystem voll parallel zu fahren verdoppelt die Arbeit aller – über einen Buchungsmonat hinaus vermeiden.

Wann müssen wir starten, um einen Termin zu halten?

Rückwärts rechnen: Der Go-live braucht eine ruhige Phase, nicht Ihre Hochsaison. Ein Geschäftsjahresbeginn ist buchhalterisch am saubersten, aber die Januar-Slots sind zuerst weg – ein Cutover unterm Jahr mit importierten Eröffnungssalden funktioniert genauso gut und lässt sich leichter planen.

Sie wollen einen realistischen Zeitplan für Ihren Fall?

Nennen Sie uns Module, Nutzerzahl und Datenlage – wir planen es Woche für Woche, ehrlich und kostenlos.

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