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RATGEBER · STAND JULI 2026

ERP für einen Fertigungsbetrieb mit 20 Mitarbeitern: was Sie wirklich brauchen

Vom Impromatrix-Beraterteam – Odoo seit 2020, ERP seit 2011

ERP-Anbieter verkaufen einer kleinen Fabrik gern denselben Stack wie einem Konzern. Sie brauchen sieben Module, eine ehrliche Datenmigration und einen Partner, der Nein sagt. Hier das ganze Bild – Umfang, Budget, Zeitplan, Fallstricke.

Jetzt nötig vs. später nachrüsten

Die sieben, die ab Tag eins zählen
  • Verkauf – Angebote und Auftragsbestätigungen aus einer Preisliste
  • Einkauf – Bestellungen aus echtem Bedarf, nicht aus dem Bauch
  • Lager – Bestände live, Lagerorte, Rückverfolgbarkeit wo nötig
  • Fertigung – Stücklisten, Arbeitsaufträge, Auftragskalkulation
  • Rechnung / Buchhaltung – oder ein sauberer Export an den Steuerberater
  • Kontakte/CRM – ein Kundenstamm, an dem alles hängt
  • Reporting – Marge je Auftrag, Lagerwert, offene Aufträge
Am Anfang weglassen – nachrüsten, wenn der Kern läuft
  • Feinplanung / APS – ein Whiteboard schlägt in dieser Größe jeden schlechten Algorithmus
  • Qualitätsmodul – erst Checklisten auf Arbeitsaufträgen
  • PLM – erst Stücklisten versionieren, später formalisieren
  • Werkstatt-Tablets – Monat zwei, nicht Tag eins
  • Barcode überall – erst einen Lagerprozess pilotieren
  • Eigene Dashboards – Ihre KPIs kennen Sie erst nach den Standard-Berichten

Realistisches Budget im ersten Jahr (20 Nutzer, 2026)

Posten
Odoo Community
Typisches proprietäres KMU-ERP
Einführung (7 Module, Migration, Schulung)
20.000 – 45.000 €
30.000 – 80.000 €
Lizenzen / Jahr
0 €
8.000 – 20.000 €
Hosting + Support / Jahr
1.500 – 3.000 €
oft gebündelt, intransparent

Spannen entsprechen EU-Beratungssätzen und typischem Umfang; Datenqualität und Anpassungswünsche bewegen die Zahl. Odoo Enterprise ergänzt 29,90–37,40 € pro Nutzer und Monat, wenn seine exklusiven Module es verdienen – zum Editionsvergleich.

Brauchen wir bei 20 Leuten überhaupt ein ERP?

Der Auslöser ist nicht die Mitarbeiterzahl – es ist das Abtippen. Wenn Aufträge, Lager und Produktion in getrennten Dateien leben und jemand manuell dazwischen kopiert, bezahlen Sie einen unsichtbaren Sachbearbeiter und bekommen Planungsfehler gratis dazu: verpasste Termine, überraschende Fehlbestände, Aufträge mit unbekannten Kosten. Kosten diese Fehler mehr pro Jahr als ein System, lautet die Antwort ja.

Warum wählen kleine Fertiger Odoo?

Weil das Fertigungsmodul in dieser Größe wirklich benutzbar ist – Stücklisten, Arbeitsaufträge, Kalkulation ohne Beraterarmee – und weil die Community-Edition Nutzerlizenzen komplett streicht, was zählt, wenn sonst jede Neueinstellung eine weitere Lizenz kostet. Der Preis dafür: Sie brauchen einen kompetenten Partner, denn kein Hersteller hält Ihre Hand.

Was ist der häufigste Projektkiller?

Das alte Chaos im neuen System nachbauen – eigene Felder für jede Gewohnheit, Importe von zehn Jahren schmutziger Historie, programmierte Ausnahmen für Prozesse, die sich schlicht ändern sollten. Der zweite Killer: Niemand verantwortet die Datenbereinigung. Produkte und Stücklisten brauchen eine verantwortliche Person auf Ihrer Seite, nicht auf unserer.

Wie wählen wir zwischen Anbietern?

Lassen Sie jeden Kandidaten Ihren Ablauf zeigen – ein echtes Produkt, seine Stückliste, einmal Angebot-bis-Rechnung – nicht die Standard-Demo. Fragen Sie, was er von Ihrer Anforderungsliste streichen würde; ein Partner, der Umfang löscht, ist mehr wert als einer, der alles bepreist. Wir führen diese Auswahl als bezahltes, herstellerneutrales Mandat durch. ERP-Auswahlberatung →

Planen Sie das erste ERP Ihrer Fabrik?

45 Minuten kostenlos – bringen Sie ein Produkt und seine Stückliste mit, wir skizzieren den Umfang mit Ihnen.

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